Bettinas Flip-Chat-Ecke
Lean Management und die Prinzipien der Verschwendungsminimierung stammen ursprünglich aus der Produktionswelt, aber sie sind ebenso relevant für Selbstständige, Unternehmer und Dienstleister. Denn Verschwendung gibt es nicht nur auf dem Fabrikboden, sondern auch in unseren alltäglichen Geschäftsprozessen – und sie kostet uns Zeit, Geld und Effizienz. Lassen Sie uns die sieben klassischen Arten der Verschwendung auf das Businessleben übertragen und schauen, wie wir sie erkennen und vermeiden können.
1. Überproduktion
In der Produktionswelt bezieht sich Überproduktion darauf, mehr zu produzieren, als nötig. Im unternehmerischen Kontext bedeutet das, mehr Aufgaben zu erledigen, als der Kunde tatsächlich benötigt. Beispiel: Du erstellst für ein Angebot zig Varianten, obwohl der Kunde nur eine konkrete Lösung braucht. Das führt nicht nur zu unnötiger Arbeit, sondern verzögert auch die eigentliche Wertschöpfung.
Tipp: Fokussiere Dich auf das, was der Kunde wirklich braucht. Alles darüber hinaus ist Zeitverschwendung.
2. Wartezeiten
Stillstand und Verzögerungen kosten Zeit und Geld. Im Businessalltag sind das unnötige Wartezeiten bei Entscheidungen, fehlende Materialien oder Rückfragen, die nicht rechtzeitig beantwortet werden. Auch das Warten auf Feedback von Kunden oder Kollegen fällt in diese Kategorie.
Tipp: Reduziere Wartezeiten durch klare Absprachen und ein effizientes Zeitmanagement. Automatisiere, wo es sinnvoll ist, um Abläufe zu beschleunigen.
3. Überarbeitung/Überbearbeitung
Mehr zu tun, als erforderlich, ist eine häufige Falle. Im Dienstleistungsbereich bedeutet das oft, Inhalte zu überarbeiten, obwohl der Kunde mit der ersten Version zufrieden wäre. Oder Du fügst „Extras“ hinzu, die der Kunde gar nicht verlangt hat, nur um einen Mehrwert zu suggerieren.
Tipp: Erledige nur das, was für den Kunden relevant ist. Mehrarbeit bedeutet nicht automatisch mehr Wert.
4. Fehlende oder unnötige Bewegungen
In der Produktion bedeutet das unnötige Bewegung von Maschinen oder Menschen. Im Business ist es die Zeit, die Du verschwendest, indem Du Daten von einem System in ein anderes überträgst oder ständig zwischen verschiedenen Tools hin und her springst. Auch das unstrukturierte Suchen nach Informationen oder Dateien fällt hierunter.
Tipp: Optimiere Deine Abläufe und nutze zentrale Systeme, um überflüssige Schritte zu vermeiden.
5. Bestände
Zu große Bestände sind in der Produktionswelt ein klassisches Beispiel für Verschwendung. Im unternehmerischen Kontext bedeutet das, zu viele Projekte oder Aufgaben gleichzeitig zu haben, ohne dass sie tatsächlich in Arbeit sind. Auch ungenutzte Materialien, die herumliegen, gehören dazu.
Tipp: Arbeite mit einem klaren Fokus und reduziere „geistige Bestände“, indem Du Dich auf die wichtigsten Aufgaben konzentrierst.
6. Defekte und Nacharbeit
Fehler passieren und sie kosten uns wertvolle Zeit und Energie, wenn wir sie ständig korrigieren müssen. In der Selbstständigkeit könnte das bedeuten, dass Du ein Produkt oder eine Dienstleistung immer wieder überarbeiten musst, weil die ursprünglichen Anforderungen nicht klar waren oder weil Missverständnisse aufgetreten sind.
Tipp: Sorge für klare Absprachen und Dokumentationen, um unnötige Nacharbeit zu vermeiden. Qualität sollte von Anfang an stimmen.
7. Ungenutztes Potenzial
Das letzte und oft übersehene Beispiel für Verschwendung ist das ungenutzte Potenzial – sei es das Potenzial Deiner Mitarbeiter, Deiner Tools oder auch Deiner eigenen Fähigkeiten. Wenn Du oder Dein Team nicht die Chance haben, Euer volles Potenzial auszuschöpfen, ist das eine Form der Verschwendung.
Tipp: Investiere in Deine Weiterentwicklung und die Deines Teams. Nutze die Tools und Ressourcen, die Du zur Verfügung hast, voll aus, um die besten Ergebnisse zu erzielen.
Fazit: Weniger Verschwendung, mehr Effizienz
Die sieben Arten der Verschwendung sind auch im Businessalltag allgegenwärtig. Egal, ob Du als Einzelunternehmer arbeitest oder ein kleines Unternehmen führst: Jede Form der Verschwendung kostet Dich Ressourcen, die Du besser in wertschöpfende Aktivitäten investieren könntest. Der Schlüssel liegt darin, die Verschwendung zu erkennen, zu reduzieren und durch effiziente, klare Prozesse zu ersetzen.
Wie gehst Du mit den sieben Arten der Verschwendung um?
Wo kannst Du noch effizienter werden?
Bei mir stehen Klarheit und Struktur an erster Stelle. Gemeinsam mit Dir mache ich Deine Prozesse transparent und unterstütze Dich dabei, unnötige Verschwendung zu erkennen und zu eliminieren. Damit Du Dich auf das konzentrieren kannst, was wirklich zählt: den Mehrwert für Deine Kunden.
Persönliche Ansprache – „Du“
Ich verwende hier bewusst die persönliche Ansprache mit Du – weil ich finde, dass sie Nähe schafft und unsere Zusammenarbeit auf Augenhöhe beginnt.
Solltest Du Dir jedoch eine andere Ansprache wünschen, kannst Du mir das jederzeit mitteilen. Ich richte mich nach Deinen Wünschen, denn die Kommunikation soll für Dich angenehm sein.
Gendern – Wertschätzend & inklusiv ohne Sonderzeichen
Sprache ist für mich ein Werkzeug der Klarheit und Verbindung. Ich verzichte bewusst auf Sonderzeichen oder Doppelnennungen, weil ich glaube, dass wertschätzende Kommunikation durch die Haltung spürbar wird – nicht durch Symbole.
Wenn Du Dich hier angesprochen fühlst, dann genau deshalb: Weil es um Dich als Mensch geht, unabhängig von Geschlecht oder Rolle.
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